Agentur Arbeit
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Schnöde Bannerwerbung war gestern. Bunt, laut und interaktiv präsentieren immer mehr Unternehmen ihre Produkte im Internet. Sonderwerbeformen werden kreativer und vielfältiger. Das macht den Umgang mit ihnen nicht leichter. Hier ein Filmchen, dort ein Musikschnipsel als Appetizer für die neue CD und zum Auswendiglernen noch der Original-Fernsehwerbespot mit dem singenden Cowboy. DSL sei Dank.
Es kracht und scheppert allenthalben und so mancher Surfer wundert sich über die Vielfalt der neuen bunten Online-Werbewelt - und nimmt sie staunend zur Kenntnis. All die Power Curtains, Leaderboards, Super-Banner-Expandings, Motion Ads, Power Brandings oder Push-Down Banner. Mit steigenden Bandbreiten und zunehmender DSL-Verbreitung soll auch die Vielfalt der lade-intensiven Werbemittel weiter wachsen.
Bewegte Bilder, Interaktionen, Sounds und Streams - das sind den Experten zufolge die neuen Felder, auf denen sich die Kreativen austoben werden. Längst werden Produkte im Internet nicht mehr präsentiert, sondern mit Hilfe dieser Sonderwerbeformen inszeniert. Großer Vorteil solcher Online-Werbung: Sie fällt auf. Manchmal leider so sehr, dass der User sie sofort wegklickt. "Man muss den gesunden Mittelweg aus Wünschen der Werbekunden und Konsumgewohnheit der Endkunden finden", meint Klaus Ahrens Geschäftsführer Pilot 1/0.

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"Aber mittlerweile haben die Werbekunden dazugelernt und versuchen das Werbemittel so zu gestalten, dass es für die Nutzer relevant wird. Das ist nicht nur eine Frage der Kreation, sondern auch der Mediaplanung", erklärt Ahrens. So achtet man bei Pilot stark auf die Umfelder, in denen Werbebotschaften platziert werden. Dieses zusätzliche Korrektiv "Relevanz" spielt für die Agentur Arbeit zunehmend eine große Rolle. "Das Umfeld bestimmt darüber, ob die Online-Werbung groß und aggressiv oder eher zurückhaltend ausfällt", sagt Ahrens.
Fehlende Standards erschweren Agentur Arbeit
"Die Klickraten sind immer noch viel besser als bei Standard-Bannern. Wenn die Werbung gut gemacht ist, der User ein Benefit hat und die Mediaplanung die Werbung gut platziert, sind Sonderwerbeformen sehr effektiv. Dann wird sie vom User auch nicht als störend empfunden", meint auch Claudia Mai, Head of Online-Marketing der OMD GmbH. Doch damit Sonderwerbung den Kunden erfreut und den User nicht stört, müssen Agentur Arbeit ein hartes Stück Arbeit leisten. Das Problem sind fehlende Standards für diese Werbeformen. "Der Abstimmungsbedarf ist enorm. Nicht nur zwischen Media-Agentur Arbeit und Kreativ-Agentur oder Kunden und Kreativ-Agentur, sondern auch zwischen Media-Agentur und dem entsprechenden Vermarkter. Das ist arbeits- und zeitintensiv", erläutert Marc Lehmann, Director Digital bei der Frankfurter Agentur Arbeit Mindshare.
"Einerseits ist es spannend, neue Ideen umzusetzen und auch der Kunde erwartet das. Andererseits würden Standards unsere Arbeit enorm erleichtern. Beispielsweise ist es ziemlich umständlich, Sonderformen über den Adserver auszuliefern. Dazu sind oft diverse Anpassungen nötig", ergänzt Mai.
Online-Werbung muss sich abheben und Internetnutzer schnell ansprechen. Dafür sind Sonderformate wichtig, sind sich die Experten einig. "Es ist aber ein Spagat", meint Mai. "Wenn sich das Internet als Werbeplattform weiter durchsetzen möchte, müsste es irgendwann auch bei Sonderwerbeformen zu Standards kommen. "Andererseits definiert sich das Internet so, dass in diesem Medium andere Sachen möglich sind als in den klassischen Kanälen. "Eine Lösung dieses Konflikts ist noch nicht in Sicht", so Mai.
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